Und andere Fragen, rund ums Plotten!
Kommt dir Plotten manchmal wie Zauberei vor? An einem guten Tag funktioniert alles wunderbar – und an anderen Tagen ist irgendwie einfach der Wurm drin, deine Plotts halten nicht und du hast keine Ahnung, woran das liegen könnte?
Keine Sorge – Das ging uns am Anfang allen so. Nach und nach lernst du aber, dass Plotten gar kein Hexenwerk ist, sondern ganz viel mit den richtigen Materialien und Einstellungen zu tun hat.
Hier kommen ein paar der meistgestellten Fragen rund ums Plotten und unsere Tipps, wie du magische Ergebnisse bekommst!
Kann ich ein Bügeleisen benutzen?
Wenn du keine Transferpresse hast, liegt die Frage oft nahe, ob es auch ein Bügeleisen tut. Transferpressen nennt man ja manchmal auch „Bügelpressen“ oder?
Klare Antwort: Wenn du nur gelegentlich Deko mit Plotterfolien basteln willst, reicht auch ein Bügeleisen.
Du solltest darauf achten, innerhalb der Dampflöcher zu pressen, da du an den Stellen, wo Löcher sind, keinen Druck aufbauen kannst. Versuche, gleichmäßigen Druck zu nutzen und das Bügeleisen beim Pressen nicht zu bewegen – dadurch drückst du Kleber an den Seiten der Folie heraus. Und natürlich ohne Dampffunktion.
Alternativ gibt es auch kleine und günstige Handpressen.
Wenn du regelmäßig plottest und viel pressen willst, empfehlen wir aber eher eine Transferpresse. Damit hast du viel mehr Kontrolle über deine Drucke.
Worauf kommts beim Pressen wirklich an?
Wichtiger als die richtige Folie und die richtige Presse sind die richtigen Einstellungen!
Das sind genau drei: Die Zeit, der Druck und die Temperatur.
Die Andruckzeit
Die Andruckzeit kann stark variieren, vor allem, wenn du mit Sublimationspapieren und Plotterfolien arbeitet. Erstere werden oft für ca. 60s angepresst, Folien oft nur für 10-15s.
Hier hilft es sehr, eine Presse mit Zeiteinstellung zu haben.
Der Druck
Auch die Druckeinstellung ist wichtig – zu wenig Druck und es entsteht keine Verbindung zwischen Folie und Untergrund, zu viel und der Kleber drückt sich an den Rändern heraus. Beim Nutzen eines Bügeleisens / einer Handpresse musst du hier nach Gefühl gehen.
Tipp: Wenn du mit recht dünner Folie (z.B. Flex S) auf Textilien druckst, solltest du so viel Druck benutzen, dass sich die Textur des Textils leicht durchdrückt.
Hier bietet sich auch wieder eine Transferpresse an, bei der du den Druck über einen Drehknauf einstellen kannst.
Die Andrucktemperatur
Es kann schon einen Riesenunterschied machen, ob du mit 130°C oder 145°C andruckst. Welche Temperatur die richtige ist, hängt sowohl von deiner Plotterfolie als auch von dem Material, auf das du drucken willst, ab. Wenn du zum Beispiel auf Polyester drucken willst, sollte die Temperatur etwas niedriger sein als bei Baumwolle.
Auch hier wieder: Wenn du perfekte Ergebnisse willst, lohnt sich eine Presse mit Temperatureinstellung.
Plottermarie-Tipp: Wenn du deine Folien-Bestellung erhältst, schnapp dir direkt den Lieferschein, checke welche Folien, welche sind und beschrifte sie dann. Richtig hilfreich kann es auch sein, bei der Beschriftung direkt im Plottermarie Shop zu gucken, welche Andruckparameter die Folien brauchen und die auch aufzuschreiben.
Hier findest du außerdem eine Übersicht mit Andruck- und Schneideparameter aller Folien.
Warum hält mein Plott nicht?
Alle Andruckparameter richtig, aber beim Abziehen vom Träger ziehst du auch die Folie vom Textil ab? Da ist dann keine richtige Verbindung zwischen deinem Plott und deinem Material entstanden. Das kann noch zwei andere Gründe haben:
Oberflächenbehandlung auf Textilien
Viele Textilien aus dem Laden oder Großhandel sind oberflächenbehandelt – das sorgt dafür, dass sie nicht so leicht knittern und dass Schmutz (und Plotterfolien!) nicht auf der Oberfläche haften bleiben.
Diese Oberflächenbehandlung löst du durch ein kurzes Vorpressen (3-5s) oder beim Waschen.
Heiß vs. Kalt abziehen
Bei manchen Folien muss der Kleber auch erst einmal abkühlen und aushärten bevor er wirklich stark mit dem Textil verbunden ist. Wenn du solche „Cold Peels“ dann abziehst, während sie noch heiß sind, lösen sie sich meistens wieder vom Textil ab.
Hier also nochmal nachschauen und im Zweifel: Kurz warten!
Warum hält meine Folie die Wäsche nicht aus?
Viele Folien sind ein bisschen empfindlich, wenn es in die Waschmaschine geht.
Weichspüler, Trockner und industrielle Waschmittel mögen sie zum Beispiel gar nicht! Nutze auch nicht zu hohe Temperaturen: 40° C ist meistens perfekt.
Du solltest deine beplotteten Teile außerdem auf links drehen, so minimierst du die Reibung in der Maschine.
Aber auch eine gelegentliche Wäsche bei höheren Temperaturen und dem falschen Waschmittel ruiniert einen Plott nicht sofort. Sollte er sich doch schon bei der ersten Wäsche großflächig ablösen, dann gab es ein Problem beim Anpressen – denn dann war der Kleber nicht richtig mit dem Textil verbunden.
Wir hoffen, unsere Plotter-Tipps konnten dir weiterhelfen und du bist jetzt voller Tatendrang, deine nächste Idee umzusetzen!
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